Ein Theater der Angstmacherei

jutarnjilist

Eine Pressemeldung unter vielen, die sich mit den gestrigen Wahlen beschäftigt. Den Beitrag von Inoslav Bešker in der kroatischen Jutarnji List halte ich für besonders lesenswert. Die ständige Ankündigung von Katastrophen ist für ihn „übertriebene Schwarzmalerei“ – auch im Fall Italiens:

„Das italienische Referendum wurde als gefährlich bewertet, weil die Regierung in Rom fallen könnte. So ein Unsinn! Als ob es die erste Regierung Italiens wäre, die gestürzt wird. Ganz im Gegenteil gehört Renzi zu der Gruppe der Langlebigen im italienischen System der ’stabilen Instabilität‘. ‚Ja, aber wenn Renzi geht, kommt der antieuropäische Beppo Grillo!‘ Ach was, und sonst käme er nicht? Grillo kommt ohnehin spätestens bei der Wahl im Frühjahr 2018 an die Macht, wenn sich nicht dramatisch etwas ändert. So ist das ganze Theater ein Produkt der Angstmacher, die – nachdem die Griechen nicht die Eurozone verlassen haben, die EU nach dem Brexit nicht auseinandergefallen ist – noch schnell ein neues Panikszenario entfachen wollten, bevor sie uns mit Trumps Einzug ins Weiße Haus und der Entscheidung über das politische Schicksal Merkels angst und bange machen.“

Für mich ist es immer wieder erhellend Beiträge zu lesen, die nicht aus den deutschen Medienhäusern stammen. Nicht, dass ich denen misstraue, aber ab und zu „über den Tellerrand zu schauen“, kann nicht schaden.

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  1. Dezember 2016 – 12/16 ist nicht 08/15 | Ich sag' mal ...

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