Rundschau – gelesen & gesehen

Sonntag, 6. März 2016. Heute Morgen lese ich in einem Beitrag von CDU-Fraktionschef Kauder, dass er die zunehmende Hetze auf Internetplattformen beklagt. “Internet und soziale Medien wie Facebook sind oft Bühnen für die Herabwürdigung anderer und für vorsätzliche Desinformation. Gerüchte werden gestreut und Tatsachen verdreht, beides mit einer schnellen und massenhaften Wirkung”, so ist Kauders Kritik nachzulesen.

Weiter fordert er “… mehr denn je einen der Wahrheit verpflichteten klassischen Qualitätsjournalismus, Sachverhalte eingehend zu prüfen und so ausgewogen wie möglich darzustellen. Gute Zeitungen funktionieren wie eine ‘Stiftung Wahrheitstest’ und dienen damit der Demokratie.”

Volker Kauder: viel reden, nichts sagen -Fotograf: Tobias Koch

So etwas nenne ich “Zeilenfüller”. Wie bei Politikern oft üblich: Viel reden, nichts sagen – viel schreiben, nichts aussagen. Gerne diskutiere ich über den Unterschied zwischen Qualitäts- und Nicht-Qualitäts-Journalismus. Aber in jeden Fall sind Journalisten der Wahrheit verpflichtet und gilt es Sachverhalte genau zu prüfen. Ebenso ist eine ausgewogene Berichterstattung unabdingbar, will sich eine Journalist nicht den Vorwurf aussetzen, sich mit einer Sache gemein zu machen. Nur sind unsere Verlags-Medien voll mit Kommentaren, Meinungen und Kolumnen, die sehr wohl eine Sache aus der Sicht des jeweils genannten Autors betrachten – allerdings zumeist mit einer anderen Qualität als in den sozialen Medien. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob Leser die Unterschiede immer so wahrnehmen.

Wahl-Kreuz-b

Heute Abend sehe ich eine Trendmeldung zu der hessischen Kommunalwahl. Angesichts der vielen Stimmen für die AfD überfällt mich ein Schaudern. Mein Schaudern wird größer, wenn das Hessenergebnis ein Stimmungsbild für die drei Landtagswahlen am kommenden Sonntag sein sollte. Doch eine Erkenntnis ist so alt, wie es Wahlen gibt: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!

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  1. Die Werteordnung der EU und der Rechtspopulismus | SMS-Medien

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